Ein Hoch auf das Beet!

Sofie Meys ist leidenschaftliche Gärtnerin und als freie Journalistin für verschiedene Zeitschriften tätig. Mit ihrer Schwester betreibt sie ein Gartenmagazin rund um Gartenfachfragen und -antworten. Auch sie sagt: „Ein Hoch auf das Beet!“Für sie zählt das Hochbeet zu den modernen Gartenkomponente, die jede Menge Vorteile bieten, denn die Pflanzen wachsen in einer rückenschonenden Höhe, die Beete sind leicht zu bauen und zu betreiben, schlucken Grünabfälle und sparen damit den Komposter, nutzen die Gartenfläche optimal aus und sind höchst dekorativ. Schon im Mittelalter waren Hochbeete bekannt und die Vorgänger davon, die Hügelbeete, gibt es schon, seit Menschen Kulturpflanzen kennen. In ihrem Buch beschäftigt sich die Autorin angefangen von der Planung mit Themen wie dem geeigneten Standort, der richtigen Größe, dem Material, dem Thema Unkraut und den unerwünschten Besuchern. Der Standort eines Hochbeets richtet sich danach, welche Pflanzen darin wachsen sollen: Kräuter machen sich gut in der Nähe der Küche, Zierpflanzen sind in der freien Fläche ein Blickfang, Gemüse braucht viel Sonne.

Wer gar keinen Garten sondern nur einen Balkon hat, der kommt auch in diesem Buch auf seine Kosten, denn es wird ein kleines Hochbeet für den Balkon vorgestellt und wer kein Heimwerkerblut in seien Adern hat, der bekommt kleine Hochbeete sogar fertig im Baumarkt. Hochbeete lassen sich leicht zu Frühbeeten umfunktionieren und sogar zu einem Hochteich, mit dem sich die Fische auf Augenhöhe füttern lassen. Sofie Meys ist ein echtes Buch für die Praxis, mit deutlichem Schwerpunkt auf den Bau der Beete, doch auch der Betrieb und die richtige Bepflanzung werden ausführlich beschrieben.

Kurz zusammengefasst die Vorteile eines Hochbeets:

  • Arbeiten in angenehmer Höhe von etwa einem Meter
  • Ungeziefer wie Schnecken gelangen nur schwer in das Beetinnere
  • Einsatz von Pflanzenschutzmitteln ist reduziert
  • Zwei- bis dreimal so hohe Erträge wie auf einem herkömmlichen Flachbeet gleicher Größe
  • Gestalterische Flexibilität: Form und Material von Hochbeeten sind individuell wählbar
  • Zusatznutzen kann eine Abgrenzung zum Nachbargrundstück sein
  • Pflanzen sind durch die erhöhte Lage geschützter (Hochbeet an der Straße)
  • Spezielle Hochbeete für Balkone und Terrassen ermöglichen das Gärtnern auch in Städten

Weniger Unkraut im Hochbeet

Die Sache mit dem Unkraut ist ein weiterer wesentlicher Vorteil eines Hochbeetes, da ein neues Hochbeet von Grund auf neu aufgebaut wurde, sodass  sich im Mutterboden, auf dem die jungen Pflanzen gedeihen sollen, keine wurzelnden Unkräuter befinden. Unkraut bildet sich aber auch auf einer Terrasse durch Samenflug, doch dieses kann man Dank der kleinen Wurzeln leicht entfernen.

Weniger Schädlinge im Hochbeet

Wühlmäuse oder anderes Ungeziefer von unten kann auf einer Terrasse nicht an die jungen Pflanzen herankommen, und auch Schädlinge wie zum Beispiel Schnecken schaffen es kaum bis ins Hochbeet hinauf auf ein Dach.

Anja Klein schreibt in der Hannoverschen Allgemeinen unter dem Titel „Ein Hoch auf das Hochbeet„: „Man kann darin rückenschonend Gemüse anbauen, riesige Ernten einfahren, es mit Abdeckung als Frühbeet benutzen und – das finde ich besonders gut – wenn es höher als 30 Zentimeter ist, möhrenfliegenfreie Möhren anbauen. Diese Insekten können nämlich maximal 30 Zentimeter hoch fliegen. Mir gefällt der Gedanke, wie sie – angelockt vom leckeren Möhrenduft – in voller Fluggeschwindigkeit an die unüberwindbare Hochbeetwand prallen und mit verwirrtem Gesichtsausdruck daran herunterrutschen.“

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2 Kommentare zu Ein Hoch auf das Beet!

  1. Experten des Kreisverbands für Gartenbau und Landespflege sagt:

    „O’pflanzt is!“: Ein Hoch auf das Hochbeet
    Durch ihre erhöhte Arbeitsfläche ermöglichen sie ein rückenfreundliches Arbeiten und erleichtern sämtliche Pflanz- und Pflegemaßnahmen. Vereinfacht gesagt sind Hochbeete mit Erde gefüllte, nach unten und oben offene Kästen. In den einschlägigen Fachzeitschriften werden inzwischen viele Modelle aus Holz, Kunststoff oder Metall angeboten.
    Hier bestimmt die Art und Qualität des verwendeten Materials die Stabilität, die Lebensdauer und leider auch den Preis. Dabei sollte vor allem auch auf sinnvolle Abmessungen geachtet werden. Praxisgerecht sind Hochbeete von 70 bis 90 Zentimeter Höhe und 100 bis 120 Zentimeter Breite – je nach Körpergröße.
    Quelle: nordbayern.de/region/altdorf/o-pflanzt-is-ein-hoch-auf-das-hochbeet

  2. Vorteile der Beetform sagt:

    Ein Hochbeet erleichtert die Gartenarbeit, da durch die Höhe das Jäten und Ernten ohne Bücken möglich ist. Zudem ersparen sich Hochbeetbesitzer das Düngen, da das verrottende Material im Inneren des Beetes die nötigen Nährstoffe für das frische Gemüse zuführt. Doch die Erleichterung der Gartenarbeit ist nicht der einzige Vorteil der kleinen Wunderkiste.
    „Durch den Rottezustand des Schichtaufbaus hat die Erde eine höhere Temperatur. Das lässt Pflanzen schneller gedeihen und macht eine frühere Ernte möglich“, sagt Martin Jann von der Gärtnerei Starkl. „Mit zusätzlicher Abdeckung, etwa Folie oder Fließ, kann man die Erntezeit bis zu einem Monat verfrühen.“ Da der Boden mit reichhaltiger Erde aufgeschüttet wird, können außerdem stark verdichtete oder lehmhaltige Flächen genutzt werden.

    Quelle: Sophie Jäger-Katzmann & Martin Jann im Kurier vom 26. April 2015

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