Essbare Stadt und essbares Beet

Unter dem etwa kuriosen Titel „Essbare Stadt“ werden in Friedrichsthal Hochbeete propagiert, auf denen in wenigen Wochen Kräuter, Radieschen, Salat, Gurken und anderes gepflanzt werden sollen. Die Bürgerinnen und Bürger der Stadt sind eingeladen, sich an den Pflanzen zu bedienen, denn „wir sind die ,Essbare Stadt Friedrichsthal“, schreibt die Verwaltung. Die Umgrenzung besteht übrigens aus Gabionen, also aus mit Steinen befüllten Drahtgerüsten. Mitglieder des Generationenbeirats haben die Planung und die Arbeit an Ort und Stelle ehrenamtlich vorgenommen. Verschiedene Mitglieder des Generationenbeirats haben Patenschaften für die einzelnen Hochbeete übernommen, d. h., sie kümmern sich regelmäßig und mit Hingabe um die Pflege, also um das Anpflanzen, Gießen, Unkraut jäten, jedoch zum Ernten sind die Bürgerinnen und Bürger eingeladen.

Auch in Bergen wurde 2017 auf Initiative der Tourist-Information Bergen im Kurpark ein „essbares Beet“ aufgestellt. Die Anschaffungskosten für das Hochbeet wurden vom örtlichen Heimat- und Tourismusverein übernommen. Die Schüler der Klasse 4b der Grund- und Mittelschule Bergen haben dieser Tage zusammen mit dem Obst- und Gartenbauverein Bergen das Beet mit Erdbeeren, Kohlrabi, Naschgurken und –Paprika, gelbe Rüben und Radieschen bepflanzt. Besucher des Kurparks haben nun die Möglichkeit, sobald die Pflanzen groß genug sind, sich an dem Beet kostenlos zu bedienen und sich die eine oder andere gesunde Leckerei direkt vor Ort schmecken zu lassen. Gepflegt und gegossen wird das Beet vom Pächter des Minigolfplatzes. Die Verantwortlichen hoffen, dass sich jeder Besucher nur so viel nimmt, dass sich möglichst viele bedienen können.

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4 Kommentare zu Essbare Stadt und essbares Beet

  1. Essbares Saalfeld sagt:

    Zusammen mit den Protagonisten der Aktion „Essbares Saalfeld“ und Kindern des Schulhortes sowie mit Unterstützung der Fachfirma „Bau Werk 13“ bauten Jugendliche des Jugend- und Stadtteilzentrums Gorndorf auf dem Spielplatz neue Sitz- und Balancier-Elemente sowie zwei Hochbeete auf. Wie Simone Müller-Volk von der Initiative „Essbares Saalfeld“ erklärte, werden die Hochbeete mit Erdbeeren sowie Kräutern bepflanzt – Schnittlauch, Ringelblumen, Gurkenkraut und Pflanzen, die den wunderbaren Namen tragen „Jungfer im Grünen“ (Nigella damascena). Zudem werden Zwiebeln gesteckt, damit auf dem Spielplatz im kommenden Frühjahr die Osterglocken blühen. Die Hochbeete sind ein Recycling-Produkt. Es handelt sich um alte Gitterboxen, die eingeschalt und mit Beton ausgegossen wurden. Der 16-jährige Christian ist am Dienstag fleißig mit dabei, diese Betonbeete mit Blumenerde zu füllen. „Es ist toll, wenn Projekte stattfinden, bei denen ich mithelfen kann“, sagt der Zehntklässler. Mit Christian haben sich noch weitere Jugendliche vom JSZ eingefunden. Beim Bepflanzen der Beete machen sie einen Witz. Sie seien keine Heranwachsenden sondern „Anwachsende“ – und irgendwie stimmt das vielleicht sogar.

  2. Anfang der Essbaren Stadt Trier sagt:

    Der Anfang der Essbaren Stadt Trier liegt im Jahr 2013. Damals gewann das Thema an Fahrt durch einen Vorschlag im Bürgerhaushalt sowie eine Exkursion nach Andernach, von LA 21 und Oberbürgermeister Klaus Jensen gemeinsam organisiert. Es gründete sich die Arbeitsgruppe “Urbanes Gärtnern”. Mitglieder sind unter anderem Transition Trier, BUND und Nabu, verschiedene Stadtteil-Gartengruppen, die Bürgerservice GmbH, der Lokale Agenda 21 Trier e.V., einzelne Stadtratsmitglieder und Vertreter städtischer Ämter, wie beispielsweise das Grünflächenamt. Die Gruppe zeigt mit ihrem Aktionsplan “Essbare Stadt Trier” auf, wie sich Trier schrittweise zu einer essbaren Stadt entwickeln kann. Bisher umgesetzte Maßnahmen sind der Küchengarten am Rathaus, das Hochbeet-Projekt und der Theaterpark.

  3. Trier - Essbare Stadt sagt:

    Vier neue Hochbeete wurden für den Aktionsplan „Essbare Stadt Trier“ aufgestellt, für die noch Paten gesucht werden, die die Beete pflegen. Der Aktionsplan soll die Idee des urbanen Gärtnerns in Trier publik machen.
    Mit Lastwagen kamen die drei dicht bepflanzten Hochbeete, die auf der Außenterrasse des Cafés Simplicissimus platziert wurden. Ein weiteres Hochbeet wurde mit Hilfe eines Krans in der Thyrsusstraße in Trier-Nord aufgestellt.
    Das erste Hochbeet war bereits im Juni aufgestellt worden. Zurzeit gibt es noch eine offene Pflege-Patenschaft am Viehmarkt. Interessierte mögen sich beim Verein Lokale Agenda 21 Trier melden. Der Verein übernimmt die Koordination des Projektes.

  4. Trier wird grüner - und essbarer sagt:

    Die Arbeitsgruppe Urbanes Gärtnern baut Gemüse und Kräuter in der Innenstadt an. Die Hochbeete haben eine Grundfläche von 1,80 mal 1,20 Meter und stehen auf Paletten, damit sie im Winter abtransportiert werden können. Finanziert wird das Hochbeet-Projekt von Sponsoren und der Stiftung Natur und Umwelt Rheinland-Pfalz. Für die ersten beiden Beete gibt es bereits Sponsoren. Für die Pflege der Gewächse hofft die Arbeitsgruppe Urbanes Gärtnern auf das Engagement von Freiwilligen, die Lust am Gärtnern haben und die Stadt verschönern wollen. Als Vorbild dient die rheinland-pfälzische Stadt Andernach, die mit ihrem Konzept der Essbaren Stadt seit 2010 bundesweit für Aufsehen sorgt. Neben der Lokalen Agenda 21 sind auch zahlreiche andere Vereine in der Arbeitsgruppe Urbanes Gärtnern versammelt sowie verschiedene Stadtteil-Gartengruppen und Stadtratsmitglieder.
    Quelle: http://www.volksfreund.de/nachrichten/region/trier/Heute-in-der-Trierer-Zeitung-Ernten-was-andere-saeen;art754,4244757 (15-06-20)

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