Heidelbeeren im Hochbeet oder im Kübel

Heidelbeeren gehören zu den beliebtesten Beerenfrüchten und sind gesund, wobei diese im Wald zu sammeln mühsam ist, denn die wilden Sorten sind selten und klein. Je dunkler die Frucht, desto gesünder. Seit ein paar Jahren ist aber die aus Amerika stammende Kulturheidelbeere bei uns auch als Gartenpflanze erhältlich, und wurde aus nordamerikanischen Wildformen gezüchtet, ist pflegeleicht und trägt größere Früchte. Allerdings muss man bei diesen durchaus schmackhaften Früchte auf die lilafarbenen Zungen, Zähne und Finger verzichten 😉

Neben wertvollen Vitaminen und Mineralstoffen enthalten Heidelbeeren viele Anthocyane, das sind Pflanzenfarbstoffe, die den Beeren ihr spezielles Aussehen verleihen und vielen Krankheiten entgegenwirken. Der hohe Gehalt an Gerbstoffen macht die Heidelbeere zum Entzündungshemmer, denn Gerbstoffe wirken adstringierend und keimtötend. In der Volksheilkunde werden etwa Zahnfleischentzündungen, Magen-Darm-Probleme, entzündliche Ekzeme und schlecht heilende Wunden mit Blaubeeren behandelt.

Diese modernen Sorten eignen sich auch durchaus als dekorative Pflanze auf Balkon und Terrasse, werden je nach Sorte ein bis zwei Meter hoch, blühen schön und laden zum Naschen ein. Die Pflege ist unkompliziert, denn in den ersten fünf Jahren wird die Heidelbeere nicht geschnitten. Empfehlenswert ist auch, im ersten Jahr die Blüten auszubrechen, denn dann trägt der Strauch zwar keine Früchte, wächst aber besser an. Gegossen werden sollten die Beerensträuchermit Regenwasser, denn Leitungswasser ist meist zu kalkhaltig. Man sollte nur reife Beeren pflücken, denn im Gegensatz zu anderen Früchten reifen Heidelbeeren nicht nach.

Der Kübel sollte allerdings nicht zu klein (70 bis 100 Liter) ausfallen und Löcher zur Entwässerung haben. Heidelbeeren gehören wie Rhododendren oder Erika zu den Moorbeetpflanzen, d. h., sie brauchen ein besonderes Bodenmilieu (pH-Wert bei 3,5 bis 4, also deutlich im sauren Bereich). Die Erde sollte dem Waldboden ähneln, wobei diese spezielle Zusammensetzung sowohl die Pflanzen im Hochbeet als auch die im Kübel benötigen, wofür man die Erde ausheben und eine Folie einsetzen sollte, auf die man die einzelnen Schichten gibt. Für die Kübelbepflanzung wird der Topf zuerst zu einem Viertel mit Rindenmulch gefüllt, darauf kommt eine Schicht Laub, gemischt wird das Ganze mit Tannennadeln, denn diese sorgen für den langfristigen Erhalt des sauren Milieus. Die oberste Schicht besteht aus handelsüblicher Rhododendronerde. Man sollte immer mindestens zwei Sträucher setzen, denn Heidelbeeren sind zwar selbstfruchtend, Fremdbestäubung fördert jedoch den Fruchtansatz und die Beerengröße.

Quellen

http://www.ndr.de/ratgeber/garten/nutzpflanzen/Heidelbeeren-pflanzen-und-pflegen,heidelbeeren160.html (17-04-30)
https://www.hoerzu.de/wissen-service/gesundheit/gesunde-ernaehrung/gesundheitswunder-heidelbeere (17-04-30)

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Ein Kommentar zu Heidelbeeren im Hochbeet oder im Kübel

  1. Minigärtnerin sagt:

    Einen Salat zu essen, dem man vor der eigenen Haustür beim Wachsen zusehen konnte und den man selber pflegte, hat etwas Faszinierendes. Das ist einer der Gründe für das durchschlagende Interesse an den Mini-Gärten in Form von Hochbeeten. Eine weitere Motivation zum Gärtnern ist der Austausch unter den GärtnerInnen, denn man steht mit seinen Hochbeeten nicht alleine da, sondern kann seine Erfahrungen und Gärtnersorgen miteinander teilen.

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