Mulchdecke

Der Biogärtner Karl Ploberger gibt eine Anleitung zum Aufbau eines Hochbeets und empfiehlt in den OÖN vom 21. April 2017, auch beim Hochbeet als oberste Schicht auf die Gartenerde eine Mulchdecke. Er schreibt dazu: „So wie überall im Biogarten wird auch das Hochbeet gemulcht. Das hält die Erde feucht und schafft ein ausgeglichenes Bodenklima. Außerdem muss weniger gegossen werden. Als Mulch eignen sich Rasenschnitt (2 bis 3 Zentimeter), Rindenhumus oder Holzfasern. Keinesfalls Rindendekor verwenden – der enthält Gerbsäure, die bremst das Wachstum.“

Das Wort „Mulchen“ stammt übrigens vom Mittelhochdeutschen „molwic“ ab und bedeutet so viel wie „weich, weich machen“. Im Sommer kühlt eine solche Bodenabdeckung das Hochbeet, schützt vor Austrocknung und reduziert je nach Material oft auch den Unkrautwuchs. Im Winter hält eine Bodenabdeckung den Boden des Hochbeets warm und schützt die Pflanzen vor Frost. Je nach Material kann der Mulch eine ganz unterschiedliche Wirkung entfalten und längst nicht jedes Material eignet sich für jeden Zweck. Wiesengras eignet sich für Gemüsearten wie Tomaten, Kohl und Zucchini, und auf einer Heuschicht sind die Früchte beim Wachstum weich gebettet und bekommen weniger Druckstellen. Ein Nachteil ist jedoch, dass sich Gras- und Unkrautsamen ausbreiten können. Miscanthushäcksel ist ein exklusives Mulchmaterial aus Chinaschilf und eignet sich für alle Pflanzen, denn weder Schnecken noch Unkräuter mögen die harten, scharfkantigen Halmspäne dieses Süßgrases, das auch als Ziergras in vielen Gärten wächst. Man kann es drei bis fünf Zentimeter dick aufbringen. Da Chinaschilf nur selten erhältlich ist, muss man es aus den im Frühjahr abgeschnittenen Halmen selbst herstellen. Rasenschnitt ist problemlos bei allen Pflanzen anzuwenden und reichert den Boden mit Stickstoff und Kalium an, doch sollte man ihn für eine bessere Durchlüftung mit Holzhäckseln mischen. Getrocknete Brennnesseln eignen sich für Gurken, Tomaten oder Bohnen, schützen den Boden und reichern ihn bei der Zersetzung mit Mineralien an. Da sie aber sehr schnell verrotten, muss man oft nachmulchen. Stroh kann man unter Erdbeeren, Zuckermais, Gurken, Zucchini und Tomaten verteilen, fördert die Belüftung, fixiert den Stickstoff im Boden und gibt zusätzlich noch welchen ab, so dass der Boden immer gut mit diesem Nährstoff versorgt ist. Außerdem bleiben auf dem Boden liegende Erdbeeren schön sauber und sind nicht so anfällig für Schneckenfraß und Grauschimmel.

Weitere Quelle
https://www.mein-schoener-garten.de/gartenpraxis/ziergaerten/mulch-eine-schuetzende-decke-fuer-den-gartenboden-12611 (16-12-12)

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Ein Kommentar zu Mulchdecke

  1. Gemüsemulch sagt:

    Speziell für das Hochbeet-Konzept wurden die beiden Artikel Bio Holzhackschnitzel und Bio Komposterde entwickelt und ergänzen somit das Sortiment, um die bereits erfolgreich eingeführte Bio Hochbeeterde. Als Innovation rundet der Erdbeer- und Gemüsemulch das Konzept ab. Dieser besteht aus Miscanthus (Elefantengras) und eignet sich hervorragend zur dekorativen Abdeckung von Beeten. Er schützt die Ernte vor Schneckenbefall und Obstfäule.

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