Plastik in der Komposterde

NDR.de hat festgestellt, dass Komposterde für den Anbau von Kräutern und Gemüse wie Tomaten, Gurken oder Zucchini kleine Plastikteile enthalten kann. Im Labor wurden acht Sorten Erde auf ihren Gehalt an Fremdstoffen wie Hartplastik, Glas und Metall untersucht, und zwar mit einem Siebverfahren, bei dem Partikel von mehr als zwei Millimetern Größe per Hand aussortiert wurden. Der Kompost in den untersuchten Erden stammt aus Grünschnitt aus öffentlichen Grünanlagen, Parks, Gärten und Friedhöfen, denn dort landet oft Müll im Grünschnitt-Kompost und kann nicht komplett herausgesiebt werden. Außerdem wird in Kompostierungsanlagen Biomüll zu Kompost verarbeitet, wobei sich nicht alle Partikel restlos aussortieren lassen. Die Partikel werden von Regenwürmern und anderen Bodenorganismen aufgenommen und gelangen über die Nahrungskette auch in den Organismus von Vögeln. Plastikteile können sich erst zu Mikroplastik und schließlich zu Nanoplastik (kleiner als 0,1 Mikrometer) zersetzen, wobei die ultrafeinen Partikel in die Wurzeln von Gemüse gelangen und möglicherweise auch ins Gemüse selbst, etwa in Karotten.

Für den Hochbeetgärtner ist es daher ratsam, zu versuchen, den Kompost für das Hochbeet selber herzustellen!

Quelle

https://www.ndr.de/ratgeber/verbraucher/Plastik-in-Komposterde-nachgewiesen,kompost206.html (18-05-29)

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