Sind Hochbeete eine Einstiegsdroge aller Erdjunkies?

Unter diesem provokativen Titel findet sich im Standard vom 20. Mai 2014 ein Artikel von Gregor Fauma, in dem er vor hochbeetlicher Schaufelsucht warnt. Er ist der Meinung, dass Hochbeete eine Einstiegsdroge darstellen und dem Hochbeetgärtner Lust auf immer mehr Hochbeeete machen und diese wohlige, innere Unruhe beim Informieren über und beim Beschaffen von stärkeren Dosen erzeugen. Er schreibt: „Fachliteratur wird angekauft, Fachgeschäfte werden frequentiert und Internetforen studiert – alles nur, um den Durst nach mehr zu stillen. Das ist bei Hochbeeten nicht anders. Wer sich einmal aus einer Laune heraus, womöglich provoziert von interhibernalem Sonnenschein, sein erstes Hochbeetset gekauft und zusammengesteckt hat, ist bereits hochgradig infiziert, ja, wenn nicht sogar verloren. So soll ein Gartler in Wien unlängst sein erstes Hochbeet erstanden, aufgebaut und mit Erde gefüllt haben. Das Wochenende darauf standen bereits zwei weitere Hochbeete daneben, auf Linie wie mit einem Lineal gezogen. Kurz darauf sah man ihn wieder Bretterbündel schwitzend in den Garten tragen, um dort zwei weitere Hochbeete in Reih und Glied mit den anderen aufzubauen. Hochbeetset Nummer sechs liegt mittlerweile in seinem Vorgarten und wartet auf seine Bestimmung.“
Nach Faumas Meinung ist der körperliche Verfall beim Hochbeetbau wissenschaftlich schon gut dokumentiert, denn „Raised, Beds et al. bewiesen 1972 in ihrer bahnbrechenden Studie „Shoveled to death“, dass die Lust am Hochbeetbau mit der Fähigkeit, Erdreich tonnenweise zu bewegen, hochsignifikant negativ korreliert.“Er kommt zum Schluss: „Meidet die Hochbeete!“
Quelle
Fauma, G. (2014). Hochbeete: Einstiegsdroge aller Erdjunkies.
WWW: http://derstandard.at/1399507385854/Einstiegsdroge-aller-Erdjunkies (14-05-20)
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