Anzucht von Hochbeetpflanzen auf der Fensterbank

Die Anzucht auf der Fensterbank für Hochbeetpflanzen ist nicht gleichbedeutend mit einem Gewächshaus oder Wintergarten, denn meist ist das Tageslicht durch ein Fenster auf die Fensterbank in den ersten zwei Monaten des Jahres nicht ausreichend. Wenn man zu früh beginnt, zieht man helle, weiche und lange Sämlinge heran, die später kaum dem Wetter draußen im Garten gewachsen sind und auch krankheitsanfällig sind.

Natürlich kann man mit Kunstlicht nachhelfen, allerdings braucht man dafür spezielle Wachstumslampen, die das Sonnenlichtspektrum fast genau herstellen können, darunter auch LED-Leuchten und Neonröhren. Man muss dabei allerdings die natürliche Sonnenscheinlänge beachten, denn Pflanzen registrieren die Dauer der täglichen Beleuchtung sehr genau und haben ihren Rhythmus, den es einzuhalten gilt.

Mit hinter den Pflänzchen aufgestellten Spiegeln, Brettern oder Pappendeckeln, die mit Alufolie beklebt sind, kann man die Lichtausbeute auf einer Fensterbank fast verdoppeln und die Keimlinge recken sich nicht schräg nach vorne zur Fensterscheibe.
Es ist außerdem wichtig, auf die Keimtemperatur des Saatgutes zu achten, denn manche Samenkörner wie Gurken und Paprika benötigen ungefähr 25 °C, was man im März kaum auf der Fensterbank erreicht. Wer einen Heizkörper vor dem Fenster hat, kann die Anzuchtbehälter so darüber platzieren, dass die richtige Temperatur erreicht wird, was aber dazu führt, dass die Anzuchterde sehr schnell austrocknet, sodass man immer darauf achten muss, dass die Erde nicht austrocknet. Die meisten Gemüsearten brauchen aber eine Keimtemperatur von über 14-16 °C.

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