Talkoot

Talkoot ist der finnische Ausdruck für Nachbarschaftshilfe, also die gegenseitige, unter Nachbarn gewährte Form der Hilfe und Unterstützung, bei der Gegenleistungen in ähnlicher Form erbracht werden. Nachbarschaftshilfe ist ein gewohnheitsmäßiges und wenig formalisiertes Instrument sozialer Gemeinschaften zur Bewältigung von individuellen oder gemeinschaftlichen Bedürfnissen. Zu dieser Nachbarschaftshilfe zählt auch das gemeinschaftliche Gärtnern in der Stadt, wobei finnische Gartenexperten dafür fünf Tipps parat haben:

Geteilte Happiness – Auf Nachbarschaftshilfe setzen: Das Wichtigste beim Talkoot ist daher, sich gegenseitig zu helfen. City-Gardening lebt davon, dass alle anfallenden Aufgaben gemeinschaftlich erledigt werden. Nachbarn und Freunde teilen Gartengeräte, geben sich Pflanztipps und ernten gemeinsam Obst, Gemüse und Kräuter. Das Teilen ist ein zentrales Moment, denn jeder bringt etwas ein und bekommt etwas zurück. Das ist gelebtes Talkoot.

Hunderte grüne Oasen – Das passende Projekt finden: Es gibt zahlreiche urbane Gemeinschaftsgärten, darunter Nachbarschafts-und Selbsternteprojekte, aber auch interkulturelle Gärten, in denen Menschen unterschiedlicher Herkunft zusammenarbeiten. Besonders beliebt sind gemeinschaftlich genutzte Hochbeete, d. h., kastenförmige, überall aufstellbare Behälter und für mobile Projekte sind Hochbeete auf Rädern ideal.

Garten im Taschenformat – Kleinste Flächen optimal nutzen: Auf dem Balkon oder kleinen Terrassen eignen sich Tontöpfe, Gläser, alte Weinkisten oder auch nur ein Sack mit Blumenerde zum Anpflanzen, wobei besonders platzsparend vertikale Pflanzsysteme sind. Dabei werden die Gefäße an Haken aufgehängt, auf Leitern oder hochkant aufgestellten Europaletten platziert.

Tools zum Gärtnern – Das richtige Werkzeug wählen: Wer kleine Beete bepflanzt, braucht keine großen Geräte, wobei praktische Handtools für den Stadtgärtner Schaufel, Harke und Unkrautstecher sind. Diese passen in jeden Jutebeutel und lassen sich spontan an Nachbarn verleihen. Für unterschiedliche Schneidarbeiten von Blütenstängeln bis zu dünnen Ästen ist die Gartenschere essentiell. Wer mit den Händen anpackt, dem empfehlen sich außerdem dünne Gärtnerhandschuhe.

Rat zur Tat – Rücksichtsvoll stadtgärtnern: City-Gardening macht vor allem da Spaß, wo es triste Flächen verschönert, doch wer eine Verkehrsinsel mit Blumen und Gräsern bepflanzen will, sollte keine hochwachsenden Arten säen. Man sollte daher beim örtlichen Grünflächenamt nach geeigneten Pflanzflächen fragen oder schließt sich einem der vielen bestehenden City-Gardening-Projekte an.

Quelle

https://www.gabot.de/ansicht/fiskars-city-gardening-nach-nordischem-vorbild-398568.html (19-07-12)

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