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Warum Hochbeet?

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Hochbeete bilden eine gute Möglichkeit für das Gärtnern in der Stadt, da versiegelte Flächen oder Böden oft mit Schadstoffen belastet sind. Außerdem sind diese Beete dann hilfreich, wenn sich der Boden als nährstoffarm und ungeeignet zur Bepflanzung erweist, wobei in der Stadt auf Terrassen und Balkonen bzw. generell im urbanen Umfeld meist überhaupt nur wenige Möglichkeiten bestehen, ein richtiges Beet anzulegen. Das Hochbeet ist daher besonders für Terrassen oder Balkone geeignet, wo man zwar theoretisch auch ein normales Beet anlegen könnte, doch fehlt diesen meist die Tiefe. Viele Gründe sprechen daher für ein Hochbeet, wobei das Hochbeet sich in erster Linie deshalb empfiehlt, um die dadurch frühere Erwärmung des Bodens nutzen zu können und mit dieser gleich ein Frühbeet zu gestalten. Auch ist die durchschnittliche Jahrestemperatur im urbanen Raum auch in vielen Fällen höher als auf dem Land.

Die wichtigste allgemeine Voraussetzung für ein Hochbeet ist ein sonniger Standort und ausreichend Schnittgut, das im Frühjahr meist reichlich anfällt, wobei man sich dieses auch in der Stadt bei Stadtgärtnereien besorgen kann. Hat man früher nach dem Vorbild mittelalterlicher Klostergärten ein klassisches Hügelbeet angelegt, das ohne seitliche Konstruktion aufgeschichtet wird, entstand daraus im Laufe der Zeit das Hochbeet im Kasten, das immer mehr Anhänger bei Jung und Alt findet. Kein Wunder, denn dafür braucht man nicht zwingend einen Garten, denn der große Pflanzkasten kann auch auf der Terrasse oder im Hinterhof eines Stadthauses stehen. Oder einem größeren Balkon!

Ein Hochbeet ist eine genau betrachtet eine Variante des klassischen Gartenbeets, wobei es meist in Form eines Hügelbeetes durch eine Befüllung im Schichtaufbau ausgeführt wird. Ein Hochbeet in der Stadt kann auf Grund der Unabhängigkeit von einem Zugang zu einem Stück Grund und Boden auch auf einer Terrasse, einer Dachterrasse oder einem größeren Balkon errichtet werden. Hochbeete finden überall Platz. Bei herkömmlichen Flachbeeten ist man stets auf die Bodenqualität vor Ort angewiesen, doch das Schichtsystem innerhalb eines Hochbeetes ermöglicht es, individuell für die bestmöglichen Bodenvoraussetzungen zu sorgen. Besonders in Regionen mit schlechter Bodenbeschaffenheit sind Hochbeete eine echte Bereicherung.

Hochbeete können in den unterschiedlichsten Formen gebaut werden: eckig und rund, mit Bausätzen, mit Palisaden aus Holz, aus Granit, aus Ziegeln oder Mauerwerk, aus Metall oder besonders originell wie im Mittelalter aus geflochtenen Weidenruten. Übrigens ist ein Hochbeet aus Beton bei ein wenig Geschick im Umgang mit Schalungsbrettern und Mischmaschine einfach herzustellen und besonders langlebig, wobei man ein Hochbeet aus Beton mit Steinen, Holz oder aber auch anderen dekorativen Materialien verkleiden kann, ohne auf die Vorteile des Betons zu verzichten. Im Gegensatz zu Holz kann einem Hochbeet aus Beton Wind und Wetter wenig anhaben, denn Holz kann verrotten, Plastik kann brüchig werden oder sich verformen, und ein Hochbeet aus Metall kann unter Umständen rosten. Ein nicht zu unterschätzender Vorteil eines selbst gefertigten Hochbeets aus Beton ist die freie Wahl der Form, denn es kann rund, oval oder in vielen beliebigen Formen gegossen werden.

Besonders attraktiv sind Hochbeete aus Aluminium, denn diese haben auf Grund des Materials eine sehr lange Lebensdauer bzw. sind wartungsfrei. Sie sind meist einfach aufzubauen und haben im Gegensatz zu anderen Materialien wie etwa Edelstahl wenig Gewicht. Man muss dabei allerdings bedenken, dass es sich wie alle Metalle rasch aufheizt und daher rascher austrocknen können.

Eine Kräuterspirale stellt eine Sonderform eines Hochbeetes dar. Es gibt unzählige Möglichkeiten für ein Hochbeet, wobei die gebräuchlichsten Gemüse- und Küchenkräuter-Hochbeet darstellen, aber es gibt auch exotische Varianten wie das mediterrane, das wilde oder das Permakultur-Hochbeet. Kräuter lieben die Sonne, daher sollte man eine Kräuterspirale bzw. ein Kräuterhochbeet in sonniger Lage aufstellen. Man muss dabei allerdings den unterschiedlichen Nährstoffbedarf der verschiedenen Kräuter beachten, sodass sich eine Strukturierung in unterschiedliche Abschnitte anbietet. Beim eigenen Kräuteranbau muss man beachten, dass es einjährige, zweijährige und mehrjährige Kräuter gibt. Während einjährige Kräuter nach dem Ausbilden von Blättern, Trieben, Blüten und Samen nach einem Jahr absterben und entfernt werden müssen, durchlaufen zweijährige Kräuter diesen Prozess langsamer, denn manchmal bilden sich im ersten Jahr nur Blätter und Triebe aus und erst im zweiten Jahr folgen Blüten und Samen. Mehrjährige Pflanzen hingegen liefern Jahr für Jahr Ernte und wachsen stetig weiter. Das muss man bei der Nutzung in einem Hochbeet als Kräuterstandort berücksichtigen. Siehe auch Pflanzenkombination und Pflanzfolge im Hochbeet.

Manche Gärtner lieben auch Hochbeete für Duftpflanzen, aber für Kinder empfiehlt sich besonders ein Kinder-Hochbeet, damit ein Stück Natur auch in der Beton- und Steinwüste Stadt erfahrbar ist. Ein Hochbeet für Kinder sollte natürlich ein wenig niedriger gebaut werden.

Übrigens: Der Begriff „Hochbeet“ wurde laut Google Trends im März 2013 rund 50% häufiger gesucht als im Vorjahr, Tendenz steigend. Die Suche nach Hochbeet liefert 2014 schon 820.000 Ergebnisse. Anfang 2017 sind es 1,610.000 Treffer.

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