Hochbeet als Beschäftigung für Asylwerber

Der Südkurier vom 14. Oktober 2015 meldet, dass Asylwerber bei einem sozialen Projekt helfen, wobei das erste Hochbeet in einem Schwenninger Pflegeheim errichtet wurde. Nicht gegen Lohn arbeiten zu dürfen, ist wohl ein zentrales Integrationshemmnis für Asylwerber in einer Aufnahmegesellschaft, sodass das soziale Projekt „Hochbeet plus“ Impulse für eine sinnvolle Freizeitgestaltung von Asylwerbern im Verbund einer generationsübergreifenden Annäherung gesellschaftlicher Schichten setzt. Es handelt sich dabei um ein Hochbeet für Kräuter, das den Speiseplan der Senioren im Schwenninger Haus der Betreuung und Pflege bereichern soll. StudentInnen der Hochschule suchten im Projektmanagementkurs ihres Studiengangs nach einer Aufgabe, eine Anwaltskanzlei nach einer nachhaltigen Spendenmöglichkeit zu ihrem 50-jährigen Bestehen („Die Idee, dass Flüchtlinge unter der Anleitung von Studenten, der Gesellschaft etwas Nachhaltiges und Nutzbringendes zurückgeben, fanden wir von Anfang an großartig und unterstützenswert“) und die Asylwerber nach einer sinnvollen Beschäftigung. Seit September arbeiteten acht Asylwerber unter Anleitung eines Handwerkers an den ersten beiden Hochbeeten für die Asyl-Unterkunft, ermöglicht durch Sachspenden lokaler Gartencenter und Geldspenden der Stadt Villingen-Schwenningen und der Grünen-Fraktion im Stadtrat. Die Finanzspritze der Anwaltskanzlei ermöglicht die Installation von fünf Hochbeeten, deren erstes nun mit einer Auswahl an sechs Kräutern eine Terrasse im Pflegeheim schmückt. Zum festlichen Abschluss ihrer Arbeit am ersten öffentlichen Hochbeet schraubten die vier Asylwerber aus Gambia Kekoto Dempha, Seikou Conateh, Amadou Jakow und Lamin Gassama das Sponsorenschild an.

Dieser Beitrag wurde unter Hochbeet im Alltag, Kreativität veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Schreibe einen Kommentar