Jedes Gemüse ist Balkongemüse

Unter dem Titel “Jedes Gemüse ist Balkongemüse” wird auf der Genuss-Messe im Februar festgestellt, dass eingeschränkter Platz nicht zwangsläufig eingeschränkte Möglichkeiten bedeutet, denn selbst der kleinste Balkon kann sich in einen buntgemischten Gemüsegarten verwandeln. Es heißt dort u. a.: Ob Community-, Urban- oder Square Foot-Gardening, für ein nachhaltiges Leben braucht es normalerweise Platz, wobei ein kleiner quadratischer Hoffnungsschimmer bleibt, denn viele Menschen besitzen einen Balkon, auf dem sich mit ein wenig Mühe Tomaten, Gurken oder Radieschen vom Samen auf hochziehen lassen.

So gut wie jedes Gemüse eignet sich für den Anbau auf dem Balkon, wobei Salate, Tomaten, Paprika, Erbsen, Radieschen und Karotten im Februar oder März ausgesät werden sollten, Bohnen im Mai und Gurken zwischen März und Juni. Vor allem Salat muss nicht auf der Fensterbank vorgezogen werden, sondern kann direkt ausgesät werden. Beim Kauf sollte man sich für Bio-Samen entscheiden und dann Bio-Dünger verwenden und auf hochwertige Erde setzen, sodass nichts an die Pflanzen kommt, was man nicht auch an den Pflanzen haben will. Außer es schmeißen sich Schädlinge wie Blattläuse, Spinnmilben oder Raupen an die Pflanzen heran. Ein biologischer Helfer ist Kaliumsalz.

Übrigens: Ein gewöhnlicher Blumenkasten oder -kübel reicht bei Gemüse mit geringer Wurzelmasse als Wachstumsbehältnis aus. Allerdings kann sich besonders ein Hochbeet als sinnvoll erweisen. Tiefere Behälter geben den Wurzeln mehr Platz zum Wachsen. In einem Blumenkasten mit einer großen Tomate stimmt das Verhältnis von Wurzelmasse und Grünmasse nicht und da muss man unter Umständen zweimal am Tag gießen. Ein Hochbeet ist halt einfach noch besser. Tomatenpflanzen lassen sich wie eine Girlande um das Balkongeländer wickeln. Auf einem nördlichen sollte man wegen der geringen Sonnenscheindauer sich auf den Anbau von Kräutern und Salat beschränken, denn alles andere wächst nur krautig, mit der Tomate schafft man vielleicht noch ein paar Früchte.

Quelle: Genussmagazin Frankfurt vom 19. Februar 2019

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Inklusives Urban Gardening in Eferding

In den Medien wird auch vom Projekt „Urban Gardening“ in Eferding berichtet, das den Menschen, die vor Ort betreut und begleitet werden, sinnstiftende und nachhaltige Beschäftigungsmöglichkeiten bietet. Durch die gärtnerische Arbeit ergeben sich viele soziale Anknüpfungspunkte mit den Menschen in der Stadt, was die Inklusion von Menschen mit Beeinträchtigung in die Gesellschaft unterstützt. Denn jeder Mensch, mit seinen Stärken und Schwächen, unabhängig von einer Behinderung ist ganz selbstverständlich und unverrückbar Teil dieser Gesellschaft.

Geplant ist die Errichtung von vier Gemüse-Hochbeeten, verteilt im Eferdinger Stadtgebiet, wobei die tägliche Betreuung durch Kunden der Tagesstruktur erfolgt, und jedem Beet zusätzlich noch ein Partner zur Seite gestellt wird. Zusagen gibt es bereits von der Landjugend des Bezirks Eferding, die auch beim Bau der Hochbeete mithelfen wird, sowie der Goldhaubenfrauengruppe Eferding. Gemeinsam mit den Partnern werden die Beete bepflanzt, beerntet und letztendlich verkocht. Ein Hochbeet wird fix auf dem Gelände des Bezirksalten- und Pflegeheims errichtet, wobei auch Rollstuhlfahrern das barrierefreie Arbeiten ermöglicht werden soll.

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Kids an die Knolle – Anmeldefrist verlängert

Die Anmeldefrist beim Schulgartenprojekt in Rheinland-Pfalz ist wegen der großen Nachfrage bis zum 15. Februar verlängert worden, doch Grund- und Sekundarschulen aus Rheinland-Pfalz, die in der bevorstehenden Anbausaison bei „Kids an die Knolle“ teilnehmen möchten, müssen sich beeilen.

Aktuell haben sich bereits mehr als hundert Teilnehmerschulen angemeldet. Ab dem Frühjahr sind Schüler und Lehrer bei „Kids an die Knolle“ wieder eingeladen, ihre eigenen Kartoffeln anzubauen. Das Lernziel lautet dabei, den Anbau und das Wachstum eines gesunden Grundnahrungsmittels wortwörtlich praktisch begreiflich zu machen, wobei der Kartoffelanbau fächerübergreifend zum Unterrichtsthema gemacht wird. Am Beispiel der Kartoffel vermittelt „Kids an die Knolle“ angefangen vom Auspflanzen über die Pflege und Ernte bis zur Verarbeitung in der Küche sehr praxisnah Basiswissen für eine gesunde Ernährung.

Dabei werden mit Unterstützung der Landeszentrale für Umweltaufklärung und der Hornbach Bau-markt AG zwanzig Hochbeet-Bausätze vergeben, speziell für Schulen ohne eigenen Schulgarten. Die aus Holz gefertigten Hochbeete können über mehrere Jahre für den Anbau von Kartoffeln und anderen Kulturen genutzt werden. Grund- und Sekundarschulen erhalten kostenlos Pflanzkartoffeln und Unterrichtsmaterial. Dabei kann man einen Sack mit fünf oder zehn Kilo Pflanzkartoffeln bestellen, wobei der Zehn-Kilo-Sack für die Bepflanzung von zwei Reihen mit einer Länge von etwa 20 Metern reicht. Je nach Boden, Witterung und Pflege ergibt dies einen Ernteertrag von 70 bis 100 Kilo erntefrischer Speisekartoffeln.

Für Anmeldungen wenden sich interessierte Schulen bitte an die Erzeugergemeinschaft „Pfälzer Grumbeere“ (Telefon: 06321 92747-0, E-Mail: info@pfaelzer-grumbeere.de).

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