Was muss man bei Erdäpfeln im Hochbeet beachten?

Für Saaterdäpfeln eignen sich schon wenige Quadratmeter im Hochbeet, wobei die Pflanzen sandigen, durchlässigen bzw. nährstoffreicheb Boden benötigen, da Erdäpfel zu den Starkzehrern gehören und einen hohen Nährstoffbedarf haben. Organische Dünger wie im Herbst bereits eingebrachter Mist oder Bio-Universaldünger im Frühjahr bilden eine gute Nahrungsgrundlage.

Gesetzt werden die Erdäpfeln in einem Abstand in der Reihe von etwa dreißig Zentimetern, der Abstand zwischen den Reihen sollte etwa sechzig Zentimeter betragen. Kommen die ersten Triebe mehr als eine Handbreit aus der Erde, werden die Erdäpfeln im Abstand von etwa drei Wochen mehrmals angehäufelt, d. h., die frischen Triebe werden mit Erde bedeckt.

Im Hochbeet muss man daher schon vorher darauf zu achten, dass dieses nicht zu voll mit Erde gefüllt ist, um ein späteres Anhäufeln mit Hilfe von Erde zu ermöglichen. Meist kann die Ernte drei Monate nach dem Setzen beginnen.

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ERnteLAA

Beim Wohnprojekt “ERnteLAA” der Buwog in Wien-Liesing beginnt heuer die erste Gartensaison, denn in der Meischlgasse sind 31 freifinanzierte Mietwohnungen und 160 Wohnungen im Rahmen der Wiener Wohnbauinitiative entstanden. Auf dem Dach gibt es insgesamt 400 Quadratmeter Pflanzflächen und drei 60 Quadratmeter große Glashäuser – eines zur Aufzucht von Jungpflanzen, eines zur Überwinterung von Topfpflanzen und eines für Zusammenkünfte der Hobbygärtnerinnen und -gärtner. Letzteres mit Fußbodenheizung. Aus Erfahrung weiß man bei der Buwog, dass Großbeete schneller bepflanzt und genutzt werden als Einzelbeete, aber es braucht jemanden, der das moderiert und zum Laufen bringt. Bei “ERnteLAA” übernimmt diese Rolle für eine Pflanzensaison das Quartiersmanagement der Caritas, wobei gemeinsam mit den Bewohnerinnen und Bewohnern auch Regeln fürs Dach erarbeitet werden. Das Garteln muss durchdacht und komfortabel sein, sodass vom Dach des Wohnprojekts “ERnteLAA” daher ein Abwurfschacht direkt in den Müllraum führt, über den man Strauchschnitt und zerkleinerte Äste entsorgen kann, denn so muss Abfall nicht durch das ganze Haus geschleppt werden und auch die Aufzüge und die Gänge weniger verschmutzt.

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Der Hochbeet-FarmBot, ein automatischer Hochbeet-Gärtner

Smart Gardening beschränkte sich bisher auf ferngesteuerte Bewässerung und Rasenmäh-Roboter, Beet­pflege gab es höchstens als Forschungsprojekt. Der FarmBot Version 1.5., von einem gleichnamigen StartUp entwickelt, verkleinert Roboter-Trends aus der landwirtschaftlichen Forschung auf ein einzelnes Beet. Diese neue Art von Gerät soll dem Gärtner viel Handarbeit ersparen. Mit dem FarmBot Genesis kann man ein Gemüsebeet perfekt planen, doch wwegen der Maße von 1,5 m × 3 m ist der FarmBot ein großes Projekt, denn ist die Anbaufläche begrenzt. Der Bau eines FarmBot besteht aus drei Schritten: Zuerst bereiten man den Bauplatz auf der Terrasse vor und zimmert ein Hochbeet zusammen. Da dieses einen Strom- und einen Wasseranschluss haben muss, ist dieser Schritt erstaunlich komplex. Danach schraubt man in der Werkstatt Baugruppen des FarmBots zusammen und verdrahten den größten Teil der elektrischen Komponenten. Im dritten Schritt installiert man Schienen und Portal auf der Terrasse, schließt Strom und Wasser an, richtet das Betriebssystem ein und stellt den einwandfreien Lauf aller drei Achsen sicher. Mit Riemen und Schrittmotoren rollt der FarmBot auf Aluminiumprofilen und positioniert so sein Werkzeug an jeder beliebigen Stelle in den 50 Zentimetern oberhalb eines 1,5 × 3 Meter großen Hochbeets. Ob Gießkanne, Jätwerkzeug, Bodenfeuchtesensor oder Einsähnadel – der FarmBot kann sein Werkzeug selbst wählen und wechseln. Wie er all diese Möglichkeiten sinnvoll nutzt, muss man allerdings selbst programmieren.

Bei all diesen Schritten dient die offizielle Dokumentation als Anleitung und leitet schrittweise durch den Bau und weist auf typische Fehlerquellen hin. Bei Problemen hilft die offizielle FAQ weiter. Klärt auch diese das Problem nicht, sollten man nicht davor zurückschrecken, ins CAD-Design hineinzuschauen. Das wurde im browserbasierten CAD-Programm Onshape erstellt, sodass man es anschauen kann, ohne ein Programm installieren zu müssen.

Literatur

https://www.heise.de/ratgeber/Anleitung-Einen-FarmBot-als-Bastelprojekt-zusammenbauen-6008238.html (21-04-09)
https://www.heise.de/select/ct/2021/9/2101916325121903240 (21-04-09)

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Gärtner helfen dem Hochbeet-Besitzer in vieler Hinsicht

Gemüseerden vom Gärtner sind meist optimal beschaffen, zu denen man mit reifer Komposterde ausreichend Vitalität beisteuern kann, wobei auch organische Dünger und regelmäßig Wasser dem Pflanzenwohl dienen.

Man kann die Zeit bis zur Ernte mit vorkultivierten Setzlingen vom Gärtner verkürzen, denn man spart dadurch mehrere Wochen. Die Entwicklungsphase vom Samenkorn bis zum Setzling ist im Leben der Gemüsepflanzen dazu die schwierigste, was man am besten erfahrenen Gärtnern überlässt, denn es braucht schließlich etwas Übung, um kompakte und gut abgehärtete Pflanzen heranzuziehen, die den Wechsel vom Anzuchthaus ins Freie mitmachen.

Auch bieten Gärtner dem unerfahrenen Hochbeetbesitzer viele praktische Tipps, damit die Ernte im Hochbeet auch gelingen kann.

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Die Saatmatte oder der Saatteppich im Hochbeet

Mit einer Saatmatte oder einem Saatteppich ausgewählter Gemüse- und Kräutersorten lässt sich im Handumdrehen ein ganzes Hochbeet bestücken, wobei die im Set enthaltenen Saatmatten meist aus einem natürlichen Vliesstoff bestehen, in den Gemüse- und Kräutersamen bereits eingebettet sind. Sie werden einfach im Hochbeet ausgelegt und für die notwendigen Aussaat-Abstände der einzelnen Kulturen ist bereits gesorgt, sofern jeweils ein Wachstumsabstand von 15 Zentimetern zwischen den einzelnen Saatmatten eingehalten wird. Eine Beetfläche von 140 mal 70 Zentimeter kann mit den üblichen Saatmatten optimal ausgestattet werden, zudem sind Matten und Bänder in der Regel individuell zuschneidbar sin. Die Sorten an Gemüse und Kräutern sind entsprechend aufeinander abgestimmt, wobei diese etwa für Frühlings- und Sommergemüse erhältlich sind.

Es gibt auch Firmen, die Saatmatten und Saatteppiche in beliebigen Formaten herstellen, angepasst zum Beispiel an bestimmte Hochbeetgrößen oder Balkonkästen. Oft haben solche Saatteppiche einer Breite bis zu 50 cm, wobei das Saatgut schonend appliziert wird und die Matten bzw. Teppiche einfarbig beschriftet werden können. Oft wird nur ausschließlich bereitgestelltes Saatgut verarbeitent das speziell für diese aufbereitet, d. h., kalibriert und gereinigt sein muss. Oft ist auch eine Zertifizierung der Saatbandprodukte gemäß einem Waldzertifikat sowie mit dem Bio-Siegel der Europäischen Union [Euro Leaf] erhältlich.

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