Hochbeet für Kinder mit Migrationshintergrund fördert Integration

In Neugraben-Fischbek hat der Bewegungskindergarten „Springmäuse“ geschützt vor Lärm und Hektik, im besonderen Maße Gelegenheit, sich im Haus und auf dem Außengelände zu bewegen. Hier entstand der Wunsch, für die 15 Krippenkinder (0 bis 3 Jahre) und die 31 Kinder im Elementarbereich (bis sechs Jahre) ein Hochbeet anzulegen. Das Beet wurde mit den Kindern in der Nachmittagsgruppe bepflanzt, die Ernte wird selbst verbraucht, wie Salat und Kräutertee, oder vernascht. Dabei erfahren die Kinder nicht nur, dass grüne Erdbeeren nicht schmecken, sondern dass man Geduld braucht, um auf die roten zu warten. „Das ist gut für die Kinder“, erklärt Erzieherin Jacqueline Wolter, „zu lernen, woher kommt das, wie wächst das wo und wie lange – und dass Radieschen nicht im Bund mit Gummi wachsen.“ Carsten Schmuckall, der Vorstandsvorsitzende der Stiftung für Stifter, zeigte sich angetan von der Arbeit der Erzieherinnen: „Viele der Kinder haben einen Migrationshintergrund und teilweise sehr geringe bis gar keine Deutschkenntnisse. Sie profitieren enorm von der Sprachförderung, die sie hier erfahren. Da gibt das Hochbeet auch noch mal viel Anlass zum Reden.“ Udo Stein, Torsten Meinberg und Carsten Schmuckall wünschten Jacqueline Wolter und ihren Kolleginnen weiterhin viel Freude am Hochbeet und bei der Arbeit mit ihren „Springmäusen“.

Quelle: Harburg aktuell vom 5. September 2014

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