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Muss man Kellerasseln im Hochbeet loswerden?

Einige Hochbeetgärtner beklagen sich manchmal darüber, dass in ihren Hochbeeten auf der Terrasse bzw. dem Balkon Kellerasseln auftauchen. Im Grunde sind Kellerasseln nützliche Tiere und auch für Menschen ungefährlich, denn sie übertragen etwa keine Krankheiten. Kellerasseln fressen ausschließlich totes Pflanzenmaterial und befreien das Hochbeet so von abgestorbenen Wurzeln, sodass man gegen sie eigentlich nur dann etwas unternehmen sollte, wenn man Erdäpfeln im Hochbeet angepflanzt hat, denn diese knabbern Kellerasseln recht gerne an.

Natürliche Hausmittel sind daher gekochte Erdäpfeln oder auch Karotten, die man angefeuchtet ins Hochbeet legt. Schon am nächsten Tag findet man darunter diese Käfer, die man dann einsammeln und entsorgen kann. Übrigens: Wenn man auf der Terrasse auch einen Komposthaufen angelegt hat, bewegen sich Kellerasseln meist von alleine dorthin.

Zugegeben: der Anblick von Kellerasseln ist nicht jedermanns Sache!




3 Gedanken zu „Muss man Kellerasseln im Hochbeet loswerden?“

  1. Auch Alkohol lockt die Asseln an. Einfach das Innere einer Glasflasche mit breiter Öffnung oder ein Marmeladenglas mit etwas Weingeist benetzen. Danach wird das Glas ins Hochbeet gelegt, sodass die Asseln Zugang zur Öffnung haben. Sind genügend Kellerasseln angelockt worden, das Glas im Kompost oder an anderen geeigneten Orten entleeren.

  2. Ausgehöhlte Kartoffel

    Am effektivsten ist es, Asseln mit einem Köder anzulocken. Am besten eignet sich dafür eine ausgehöhlte Kartoffel oder Karotte, die in das Hochbeet gelegt wird. Nach einer gewissen Zeit versammeln sich die Asseln im Köder und dieser lässt sich dann im Kompost entsorgen. Dort können sich die Tierchen nützlich machen. Doch auch jede andere Stelle im Garten oder die Biotonne eigenen sich zur Entsorgung.

  3. Eine Garten-Expertin sagt dazu: Kellerasseln leben dort, wo es feucht ist und wo sie totes organisches Material zum Fressen vorfinden. Ein Hochbeet ist mit reichlich organischen Stoffen befüllt, die im Lauf der Jahre immer mehr abgebaut werden. Solange sie Nahrung vorfinden, sind Kellerasseln vorhanden. Von abgestorbenem organischem Material leben auch Kompostwürmer, die von toten Stoffen leben. Kompostwürmer sind dunkelrot und wirken im Vergleich zum Regenwurm viel zierlicher. Sie fressen nicht an lebenden Pflanzen und verschwinden, wenn die Beetfüllung stark abgebaut ist. Die Kulturpflanzen dürfen aber nur in völlig verrotteter Erde wurzeln. Daher muss über der Füllung aus organischen Abfallstoffen eine 30 cm dicke Erdschicht liegen, die stabil bleibt und keine schädlichen Stoffe abgibt.

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