Upcycling: Hochbeete aus Schultischen

Das Main-Echo vom 28. April 2021 berichtete von Abfallwirtschaft, Müllvermeidung, Müllverwertung und Wiederverwertung, das die Klasse L4 der Heinrich-Ernst-Stötzner-Schule in Miltenberg schon mehrere Wochen beschäftigte. Ihr großes Projekt war die Idee zum Upcycling der alten, beschädigten Schultische. Dafür wurden die am besten erhaltenen Tischplatten ausgewählt, Kanthölzer aus dem Abfall der Holzwerkstatt gekramt, mit Akkubohrer/-schrauber, langen Holzschrauben und Beilegscheiben, Metermaß und Bleistift die nötigen Utensilien zurechtgelegt. Wie im Geometrieunterricht geübt ging es ans Ausmessen und Anzeichnen, außerdem musste mit dem Holzbohrer mit aller Sorgfalt genau in die Markierung gezielt werden. Mädchen wie Jungs bohrten vor und schraubten die Tischplatten an die Kanthölzer. Anhand der früheren Stifte-Rille an den Tischen, die jetzt als Griffleiste nutzte, war auch der Transport in den Schulgarten kein Problem.

Unten verteilten die Kinder die Zweige vom Adventskranz und anderes grobes Material, der Karton durfte auch verwendet werden, denn Regenwürmer mögen Pappe. Immer mal wieder kam eine Schicht Erde dazwischen. Mit Feuereifer schaufelten die Schülerinnen und Schüler den Inhalt des angesammelten Komposts in Eimer und verteilten ihn ins Hochbeet. Sie staunten, wie viele Bewohner (Regenwürmer, Kellerasseln, Tausendfüßler) sie im Kompost wuseln und krabbeln sahen. Nach zwei Stunden war das Beet gefüllt. Die ersten Erdbeerpflanzen aus dem letzten Jahr und das kleine Frühbeet-Kistchen, in dem Kohlrabi und Salat schon gut entwickelt waren, durften umziehen.

Quelle

https://www.main-echo.de/unser-echo/gruppen/Foerderzentrum-Miltenberg;verein0,3877,B::es-war-einmal-upcycling-von-schulmoebeln-art-7281416 (21-04-28)



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