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Ameisen im Hochbeet

Ob im zehnten Stock oder versteckt im Hinterhof: Ameisen finden jedes Hochbeet. Daher ist es ratsam, wachsam zu sein und schon zu Beginn einzuschreiten. Ameisen haben einen guten Geruchssinn, denn sie nutzen Duftstoffe beziehungsweise Pheromone, um Artgenossen zu einer Futterquelle zu leiten oder um untereinander zu kommunizieren, sodass man intensive Düfte daher nutzen kann, um diese Spuren zu übertünchen, die Ameisen zu verwirren und sie schließlich auch zu vertreiben.

Als bewährtes Mittel gilt hier das ätherische Lavendelöl, das man auf die Ameisenstraße tropft, damit Arbeiterinnen den Heimweg nicht mehr finden, oder direkt auf das Nest, um die Ameisen zum Auszug zu bewegen. Lavendelöl wirkt nur für eine gewisse Zeit, denn im Freien wird der Duft schnell vom Regen weggewaschen und verliert mit der Zeit seine Intensität, sodass man diese Methode daher immer wiederholen. muss. Man kann übrigens auch Lavendel an Problemstellen pflanzen oder Zweige auszulegen.

Ähnlich wirken auch Essig, Zimt und Zitronenschale. Die gängigen Bio-Ameisenstreumitteln enthalten ebenfalls meist ätherische Öle.

Die ultimative Waffe gegen Ameisen sind aber Ameisenköder , denn diese sind das effektivste Mittel, um Ameisen im Hochbeet schnell loszuwerden, wobei es Ameisenfallen es in Form von Pulver oder in Dosen gibt. Mit Ameisenködern lassen sich nicht nur einzelne Ameisen bekämpfen, sondern gleich das ganze Volk. Ameisenköder sind in der Regel einfach anzuwenden, denn die Köderdosen werden einfach auf die Laufwege der Ameisen gestellt, wobei Lockstoffe die Ameisen anziehen. Die Ameisen fressen das im Ameisenköder enthaltene Gift und geben es an die Königin weiter, wobei das Gift sich dabei auf das Nervensystem auswirkt und lebenswichtige Funktionen blockiert. Stirbt die Ameisenkönigin, dann dauert es nicht mehr lange, bis das ganze Ameisenvolk gestorben ist.

Manche Ameisendosen sind bis zu drei Monate wirksam, und wenn man bis dahin die Ameisen nicht losgeworden ist, muss man eine neue Dose aufstellen. Ameisenköder sollten in der Regel bis zu einem Monat stehen bleiben. Ameisenköder sind zwar für Wirbeltiere ungefährlich, dennoch sollte man sie von Kindern und Haustieren fernhalten.

Nematoden fressen Ameisen zwar nicht, können damit aber vertrieben werden. Die Idee ist einfach und wird im Internet häufig empfohlen: Man gießt Nematoden ins Hochbeet, um den Ameisen den Aufenthalt zu vermiesen, und die Ameisen sehen mit diesen ihren Nachwuchs in Gefahr, allerdings ziehen sie oft nur etwas tiefer in den Boden und warten dort ab, bis die Erde wieder rein ist. Nematoden sind also keine nachhaltige Strategie!




2 Gedanken zu „Ameisen im Hochbeet“

  1. Methoden gegen Ameisen im Hochbeet

    Da chemische Ameisenmittel im Hochbeet nicht zugelassen sind, sind Hausmittel daher die beste Wahl, um diese zu vertreiben. Unter bestimmten Voraussetzungen können Sie die Ameisen mit Wasser aus dem Hochbeet vertreiben. Fluten Sie einfach die Stelle im Hochbeet mit dem Ameisennest über mehrere Tage und mindestens zweimal täglich. Kochendes Wasser vernichtet allerdings auch Pflanzen und Pflanzenwurzeln und ist daher nur dort sinnvoll, wo nichts wächst. Eine andere Methode: Einen größeren Tontopf mit Holzwolle und lockerer Erde füllen und ihn im Hochbeet direkt über das Nest stellen. Die Sonne wärmt den Topf samt Holzwolle und Erde auf und die Ameisen werden ihn nach ein paar Tagen mit als neue Wohnung annehmen. Dann lassen sie sich samt Topf einfach dorthin umsiedeln. Ameisen orientieren sich auch an Duftstoffen, wobei der Duft vieler Kräuter bei Ameisen gar nicht gut ankommt: Lavendel, Thymian oder Majoran, Jauchen, überreife Zitronen, Gewürznelken, Zimt oder Chilipulver, Räucherstäbchen.

  2. Das einfachste und vielleicht wirksamste Hausmittel gegen Ameisen ist Wasser: Fluten Sie die Ameisennester im Hochbeet mit dem Gartenschlauch – zweimal täglich, am besten mehrere Tage lang. Bestimmte Düfte von Kräutern oder Gewürzen können sie überhaupt nicht ausstehen, weshalb sie sich als wirksames Mittel im Kampf gegen Ameisen eignen. Probieren Sie folgende Düfte:
    Kräuter: Lavendel, Majoran, Thymian.
    Gewürze: Nelken, Zimt, Chilipulver – drücken Sie mit einem Stäbchen mehrere Löcher in die Erde rund um das Ameisennest und streuen Sie das Gewürzpulver hinein.
    Gülle: konzentrierte Gülle aus den oben genannten Kräutern oder aus Zitronen – einfach um das Ameisennest herum gießen.
    Räucherstäbchen: Stecken Sie die Stäbchen neben dem Nest in den Boden.
    Umsiedeln ist neben Wasser eine der wirksamsten Maßnahmen. Füllen Sie dazu einen Tontopf mit Erde und Holzwolle und stellen Sie ihn über das Nest. Die Sonne erwärmt den Topf und bereitet den Ameisen ein gemütliches neues Zuhause, das sie schon nach wenigen Tagen besiedelt haben sollten.

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